Das Cannabis Glossar 🌿
Grow-Begriffe die du wirklich brauchst
80+ Begriffe aus 5 Kategorien – Anbau, Genetik, Substrat, Licht & Wirkung – kompakt erklärt für Einsteiger & Profis
Willkommen im Cannabis Glossar von GrowCannabis24 – dem umfassenden Nachschlagewerk für alle wichtigen Grow-Begriffe. Von Anbautechnik über Genetik und Substrat bis hin zu Lichttechnik und Wirkung & Wirkstoffe: Dieses Cannabis Anbau Glossar erklärt dir alle Fachbegriffe klar und praxisnah.
Jeder Begriff ist direkt mit unseren Hanfstecklingen, Growshop-Produkten und Ratgebern verknüpft – damit du sofort weißt, was du brauchst und wo du es bekommst.
🏼 Cluster 1: Anbau-Begriffe erklärt
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Lichtzyklus 18/6 (18h Licht, 6h Dunkel) = Vegetationsphase. 12/12 = Blüteeinleitung bei photoperiodischen Sorten. Autoflowering blüht unabhängig – empfohlen 20/4 oder 18/6 durchgehend. Moderne LED Grow Lampen decken alle Phasen mit Full-Spectrum-Licht ab.
SCROG (Screen of Green) = horizontales Netz über den Pflanzen. Triebe werden durch das Netz geführt für gleichmäßige Lichtverteilung und maximale Flächennutzung. Ideal für Growzelte mit flacher LED-Beleuchtung – steigert Ertrag signifikant.
LST (Low Stress Training) = sanftes Biegen und Fixieren von Ästen ohne Schnitt. Mehr Triebspitzen werden dem Licht ausgesetzt, kein Erholungsstress. Als einzige Trainingsmethode auch für Autoflowering-Sorten geeignet.
Die Veg-Phase (Vegetationsphase) ist die Wachstumsphase vor der Blüte. Lichtzyklus 18/6, stickstoffbetonter Dünger (N-P-K 3-1-2), Dauer 2–8 Wochen je nach Sorte. Cannabis Dünger für die Veg-Phase ist stickstoffreich.
Topping = Abschneiden des Haupttriebs – erzeugt 2 gleichwertige Haupttriebe, fördert buschigen Wuchs. Nur bei photoperiodischen Sorten empfohlen. Fimming ist die unvollständige Variante: 4–8 neue Triebe statt 2.
Lollipopping = Entfernen aller unteren Triebe und Blätter ohne Licht. Die gesamte Energie fließt in die oberen Blüten. Verbessert zusätzlich die Luftzirkulation – wichtige Schimmelprävention.
Optimaler pH-Wert: Erde 6,0–7,0 / Hydro 5,5–6,5 / Kokos 5,8–6,2. Falscher pH blockiert die Nährstoffaufnahme vollständig – auch bei ausreichend Dünger. Tägliche Messung ist Pflicht.
EC-Wert (elektrische Leitfähigkeit) misst die Nährstoffkonzentration. Optimale Werte: Keimling 0,4–0,8 / Veg 1,2–1,6 / Blüte 1,6–2,0 mS/cm. Zu hoch = Nährstoffverbrennung, zu niedrig = Mangelerscheinungen.
🏽 Cluster 2: Genetik & Sorten-Begriffe
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Ein Cannabis Klon (Steckling) ist ein genetisch identischer Ableger einer Mutterpflanze. Garantiert weiblich, bereits bewurzelt, keine Keimphase. Unsere Hanfstecklinge sparen 2–3 Wochen Wachstumszeit und liefern stabile, bewiesene Genetiken.
Indica: kompakt (bis 1,5 m), breite Blätter, 6–9 Wochen Blüte, körperbetont entspannend, ideal Indoor. Sativa: hoch (bis 3 m+), schmale Blätter, 10–16 Wochen, mental-energetisierend, eher Outdoor oder große Growzelte.
Autoflowering-Sorten basieren auf Ruderalis-Genetik und blühen automatisch. Kleiner, schneller (8–10 Wochen vom Keim bis Ernte), ideal für Einsteiger. Mehrere Ernten pro Jahr möglich. Unsere Hanfsämlinge bieten Autoflowering-Optionen.
Feminisierte Samen produzieren zu 99,9 % weibliche Pflanzen – Standard für maximalen Ertrag. Entstehung durch kolloidales Silber oder Rodelisierung. Kein Aussortieren männlicher Pflanzen nötig.
Hybrid = Kreuzung aus Indica und Sativa. Indica-dominant (entspannend), Sativa-dominant (energetisch) oder 50/50 ausgeglichen. Hybride machen heute über 90 % des Marktes aus – Blue Dream, Gorilla Glue #4, GSC.
Phänotyp (Pheno) = sichtbare Ausprägung einer Genetik unter bestimmten Bedingungen. Zwei Samen derselben Sorte können völlig verschiedene Phänos zeigen. Profizüchter selektieren gezielt den besten Pheno für die Stecklingsproduktion.
🟥 Cluster 3: Substrat & Düngung
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Kokoserde (Coco) ist ein aus Kokosfasern gewonnenes Substrat – inert (nährstofffrei), hervorragende Luft- und Wasserhaltekapazität. pH-Bereich: 5,8–6,2. Schnelleres Wachstum als Erde, einfacher als Hydro. Wird direkt mit Nährlösung bewässert.
Grow Erde ist speziell für Cannabispflanzen optimiertes Substrat mit lockerem Gefüge, gutem pH-Puffer (6,0–7,0) und oft bereits vorgedüngten Grundnährstoffen für die ersten Wochen. Klassiker: Biobizz Light-Mix, Plagron Grow Mix.
CalMag = Calcium-Magnesium-Ergänzungsnährstoff. In Coco oder bei osmotisiertem Wasser oft notwendig. Mangelzeichen: gelbe Blattflecken, sklerotische Ränder. Standarddosierung: 1–2 ml/L zusätzlich zur Grunddüngung.
NPK steht für die drei Hauptnährstoffe: N (Stickstoff) = Blattwachstum, P (Phosphor) = Wurzeln & Blüten, K (Kalium) = Allgemeingesundheit & Harzproduktion. In der Veg-Phase hoch-N, in der Blüte hoch-P/K.
Flush (Spülung) = Ausspülen des Substrats mit mehrfachem Wasservolumen, 1–2 Wochen vor der Ernte. Entfernt gespeicherte Düngerreste für saubereren, glattereren Geschmack der getrockneten Blüten.
Runoff = Ablaufwasser nach der Bewässerung. Runoff-pH und -EC geben Auskunft über den Ist-Zustand im Substrat. Optimal: Runoff-pH nahe am Eingangswert – große Abweichung signalisiert Aufsalzung oder pH-Drift.
🟦 Cluster 4: Licht & Technik
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Ein Growzelt ist ein lichtdichtes, innen reflektierendes Zelt für den Indoor-Grow. Höchste Lichtausbeute durch Mylar-Innenwände. Standard-Größen: 60×60, 80×80, 100×100, 120×120 cm. Günstigste Lösung für kontrollierten Indoor-Anbau.
LED Grow Lampen sind heute der Standard – Full-Spectrum-LEDs decken alle Wachstumsphasen ab und sparen bis zu 40 % Strom gegenüber HPS. Wichtige Parameter: PPFD-Wert, Wattage, Abdeckungsfläche. Empfohlen: >600 PPFD in der Blüte.
PPFD (Photosynthetische Photonenflussdichte) misst die Lichtintensität in µmol/m²/s. Optimal: Veg 400–600 / Blüte 800–1.200 PPFD. Zu viel PPFD ohne CO2-Erhöhung führt zu Lichtverbrennung.
DLI (Daily Light Integral) = Tageslicht-Integral – Gesamtmenge an Photonen pro Tag in mol/m²/Tag. Optimal für Cannabis in der Blüte: 40–50 mol/m²/Tag. DLI = PPFD × Beleuchtungsdauer (h) × 0,0036.
VPD (Vapour Pressure Deficit) = Dampfdruckdefizit – steuert Transpiration und Nährstoffaufnahme. Optimal: Veg 0,6–1,0 kPa / Blüte 0,8–1,2 kPa. Falscher VPD = Stresserscheinungen, Schimmelgefahr oder langsames Wachstum.
Ein Aktivkohlefilter (Carbon Scrubber) filtert Gerüche aus der Abluft. Pflicht in jedem Indoor-Grow für diskrete Belüftung. Funktioniert zusammen mit einem Abluftventilator – Größe nach Raumvolumen auswählen (m³/h).
🔴 Cluster 5: Wirkung & Wirkstoffe ()
entourage effekt · cannabinoide · endocannabinoid system · curing · trimmen · trichom · daweil
Der Entourage-Effekt beschreibt das synergistische Zusammenspiel aller Wirkstoffe einer Cannabispflanze – THC, CBD, CBG, CBN und über 100 weitere Cannabinoide gemeinsam mit Terpenen. Die Gesamtwirkung ist stärker als die Summe der Einzelstoffe. Vollständige Terpenliste: bloomwell.de/terpene ↗
Cannabinoide sind chemische Verbindungen der Cannabispflanze, die an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems binden. Über 100 verschiedene Cannabinoide bekannt – die wichtigsten: THC (psychoaktiv), CBD (therapeutisch), CBG (antibakteriell), CBN (sedierend), THCV (appetithemmend).
Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein körpereigenes Regulationssystem aus CB1- und CB2-Rezeptoren. CB1 sitzt hauptsächlich im Gehirn (psychoaktive Wirkung von THC), CB2 im Immunsystem (entzündungshemmend, CBD). Das ECS reguliert Schlaf, Stimmung, Schmerz und Appetit.
Curing ist die Nachreife getrockneter Blüten in luftdicht verschlossenen Gläsern. Dauer: 2–8 Wochen bei 15–21 °C und 58–65 % Luftfeuchtigkeit. Verbessert Geschmack, Aroma (Terpene erhalten), Wirkprofil und reduziert Schläferigkeit durch Chlorophyllabbau.
Trimmen = Entfernen der Zuckerblätter von getrockneten Blüten. Wet Trim (frisch geerntet) vs. Dry Trim (nach dem Trocknen). Dry Trim schützt die Trichome besser und liefert höherwertiges Endprodukt.
Trichome sind die Harzdrüsen auf Blüten, Blättern und Stiele. Sie produzieren THC, CBD und Terpene. Reifegrad-Ampel: Klar = zu früh → Milchig-weiß = maximales THC → Bernsteinfarben = THC baut ab, entspannendere Wirkung. Best abgelesen mit 60x Lupe.
„Daweil“ ist ein österreichischer Slangbegriff für Cannabis / Marihuana, der im Volksmund verwendet wird. Er entspricht dem deutschen „Gras“ oder englischen „Weed“ – eine regionale Bezeichnung für die Blüten der Hanfpflanze, besonders in Wien und Ostösterreich gebräuchlich.
Cannabis Glossar A–Z – Schnellübersicht
| Begriff | Kurz-Erklärung | Cluster |
|---|---|---|
| Autoflowering | Blüht automatisch, Ruderalis-Basis, 8–10 Wochen | Genetik |
| CalMag | Calcium-Magnesium-Ergänzung, Pflicht in Coco | Substrat |
| CBD | Cannabidiol – nicht-psychoaktiv, entzündungshemmend | Wirkung |
| Clone / Steckling | Identischer Ableger – weiblich, bewurzelt, sofort einsetzbar | Genetik |
| Curing | Nachreife in Gläsern, 2–8 Wochen, verbessert Aroma | Wirkung |
| DLI | Daily Light Integral – Blüte: 40–50 mol/m²/Tag | Licht |
| EC-Wert | Nährstoffkonzentration – Blüte: 1,6–2,0 mS/cm | Anbau |
| Entourage-Effekt | Synergistisches Zusammenspiel THC+CBD+Terpene | Wirkung |
| Feminisiert | 99,9 % weibliche Pflanzen – Standard für Ertrag | Genetik |
| Flush | Ausspülen vor Ernte – entfernt Düngerreste | Substrat |
| Lichtzyklus | 18/6 = Veg / 12/12 = Blüte (photoperiodisch) | Anbau |
| Lollipopping | Untere Triebe entfernen – Energie oben bündeln | Anbau |
| LST | Low Stress Training – Biegen ohne Schnitt | Anbau |
| NPK | Stickstoff-Phosphor-Kalium – Hauptnährstoffe | Substrat |
| pH-Wert | Erde 6,0–7,0 / Hydro 5,5–6,5 / Coco 5,8–6,2 | Anbau |
| PPFD | Lichtintensität – Blüte: 800–1.200 µmol/m²/s | Licht |
| Runoff | Ablaufwasser – zeigt pH/EC-Status im Substrat | Substrat |
| SCROG | Screen of Green – horizontales Netz für Lichtverteilung | Anbau |
| Terpene | Aromastoffe – Wirkungsprofil + Entourage-Effekt | Wirkung |
| THC | Tetrahydrocannabinol – psychoaktiver Hauptwirkstoff | Wirkung |
| Topping | Haupttrieb kappen – 2 gleichwertige Triebe entstehen | Anbau |
| Trichom | Harzdrüse – klar/milchig/bernstein = Reifeskala | Wirkung |
| VPD | Dampfdruckdefizit – Blüte: 0,8–1,2 kPa optimal | Licht |
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Alle Stecklinge ansehen →FAQ – Cannabis Glossar & Grow Begriffe
Was ist ein Cannabis Anbau Glossar?
Ein Cannabis Anbau Glossar ist ein Nachschlagewerk mit allen wichtigen Fachbegriffen aus dem Grow – von Lichtzyklus und LST über pH-Wert und EC bis hin zu Genetik (Indica/Sativa), Substrat (Coco, NPK) und Lichttechnik (VPD, PPFD, DLI).
Was ist der Entourage-Effekt?
Der Entourage-Effekt beschreibt das synergistische Zusammenspiel von THC, CBD und Terpenen. Die Gesamtwirkung ist stärker als die Summe der Einzelstoffe. Vollständige Terpenliste: bloomwell.de/terpene ↗
Was ist der Unterschied zwischen LST und SCROG?
LST biegt einzelne Äste ohne Netz – weniger Aufwand, auch für Autoflowering. SCROG spannt ein horizontales Netz für gleichmäßige Verteilung aller Triebe. SCROG liefert höheren Ertrag, erfordert aber mehr Planung und ist nur für photoperiodische Sorten empfohlen.
Was ist Curing und warum ist es wichtig?
Curing ist die Nachreife getrockneter Blüten in luftdichten Gläsern (2–8 Wochen, 58–65 % RF). Während des Curings baut sich Chlorophyll ab, Terpene werden erhalten und das Aromaprofil vertieft sich deutlich. Ohne Curing schmeckt Cannabis grasig und weniger komplex.
Warum sind VPD und DLI im Cannabis Glossar wichtig?
VPD (Dampfdruckdefizit) und DLI (Tageslicht-Integral) sind die zwei wichtigsten Profi-Parameter für maximalen Ertrag. Optimaler VPD in der Blüte: 0,8–1,2 kPa. Optimaler DLI: 40–50 mol/m²/Tag. Beide Parameter hängen direkt von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtintensität ab.
Was ist Runoff beim Cannabis-Anbau?
Runoff ist das Ablaufwasser nach der Bewässerung. pH und EC des Runoffs zeigen den tatsächlichen Zustand im Substrat. Große Abweichungen vom Eingangswasser signalisieren Aufsalzung oder pH-Drift – zeitnahes Handeln verhindert Nährstoffprobleme.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und richtet sich an volljährige Leserinnen und Leser. Beachte immer die geltenden Gesetze in Österreich und deinem Bundesland.