
BioBizz Coco Mix 50L
Canna Coco Professional Plus
Canna Coco Slab
Kurz erklärt
Cocos Substrat (Kokossubstrat, Coco Coir) ist ein Pflanzmedium aus den zerkleinerten Fasern und dem Mark der Kokosnussschale. Es ist sehr luftig, speichert Wasser gut und enthält kaum Nährstoffe. Deshalb wird von Beginn an mit speziellem Kokosdünger gedüngt. Der ideale pH-Wert des Gießwassers liegt bei 5,8 bis 6,2. Gewaschenes und gepuffertes Kokos ist frei von überschüssigem Salz und sofort einsetzbar.
Was ist Cocos Substrat?
Kokossubstrat entsteht als Nebenprodukt der Kokosnussverarbeitung. Die faserige Hülle zwischen äußerer Schale und Nuss wird zerkleinert, mehrfach mit Süßwasser gewaschen, um natürliche Salze auszuspülen, und anschließend mit Calcium und Magnesium gepuffert. Das Ergebnis ist ein nachhaltiges, nachwachsendes Medium, das im Gegensatz zu Torf keine Moore belastet.
Im Hanfanbau ist Kokos so beliebt, weil es die Vorteile von Erde und Hydrokultur verbindet: Es fühlt sich an wie Erde und wird ebenso gegossen, bietet den Wurzeln aber deutlich mehr Sauerstoff und ermöglicht eine präzise Nährstoffsteuerung wie im Hydro-System. Das Ergebnis ist oft ein spürbar schnelleres Wachstum.

Aufgelockertes Kokossubstrat: Die Mischung aus Fasern und feinem Mark verbindet hohe Luftkapazität mit guter Wasserspeicherung.
Vorteile und Herausforderungen von Kokos
Vorteile
• Sehr hohe Luftkapazität, kräftige Wurzeln
• Schnelleres Wachstum als in Erde
• Präzise Nährstoffsteuerung
• Wiederverwendbar und nachhaltig
• Kaum Trauermücken, da nährstoffarm
Herausforderungen
• Düngung ab dem ersten Tag nötig
• Häufigeres Gießen, oft täglich
• pH und EC sollten gemessen werden
• CalMag-Ergänzung empfohlen
• Weniger fehlertolerant als vorgedüngte Erde
Ob Kokos oder Erde besser zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit du investieren möchtest. Einen ausführlichen Vergleich aller Medien findest du im Ratgeber Welche Erde für Cannabispflanzen?
Kokos-Briketts oder fertige Säcke?
Kokossubstrat gibt es lose im Sack oder stark gepresst als Brikett. Briketts sind leicht, platzsparend und günstig im Versand, müssen aber vor dem Einsatz gewässert werden. Ein 5-kg-Block quillt auf rund 60 bis 70 Liter auf, ein kleines 650-g-Brikett auf etwa 8 bis 9 Liter. Säcke sind dagegen sofort gebrauchsfertig und oft schon mit Perlite gemischt.

Gepresste Kokos-Briketts: platzsparend gelagert, nach dem Wässern ein Vielfaches an Volumen.
Kokos richtig vorbereiten in 4 Schritten
1. Wässern
Brikett in eine große Wanne legen und mit lauwarmem Wasser übergießen, bis es vollständig aufgequollen ist.
2. Puffern
Ungepuffertes Kokos mit CalMag-Lösung (pH 5,8–6,0) tränken und einige Stunden ziehen lassen.
3. Auflockern
20–30 % Perlite untermischen – das erhöht die Drainage und Luftzufuhr zusätzlich.
4. Befüllen
Am besten in Stofftöpfe füllen und leicht andrücken, aber nicht verdichten.
Gießen und Düngen in Kokos
Kokos darf nie komplett austrocknen. Gieße lieber häufiger kleinere Mengen, bei großen Pflanzen auch ein- bis zweimal täglich, bis 10–20 % als Drainwasser unten herausläuft. So werden überschüssige Salze ausgespült und der EC-Wert bleibt stabil. Jede Gießgabe enthält Dünger – reines Wasser ist nur zum gelegentlichen Spülen gedacht.
Verwende speziell für Kokos entwickelte Dünger, denn Kokos bindet Calcium und Magnesium und gibt dafür Kalium ab. Bewährt hat sich CANNA Coco A+B, Alternativen findest du im gesamten Hanfdünger-Sortiment, etwa von Plagron. Typische Startwerte: pH 5,8–6,2, EC 0,8–1,2 bei Jungpflanzen, 1,4–2,0 in der Blüte. Gelbe Blätter oder Flecken deuten oft auf CalMag-Mangel hin – unser Bildguide zu Mangelerscheinungen hilft beim Einordnen.
Das passende Setup für Kokos
Weil Pflanzen in Kokos schneller wachsen, brauchen sie auch mehr Licht und einen guten Luftaustausch. Kräftige Vollspektrum-LEDs und ein gut belüftetes Growzelt holen das Maximum aus dem Medium heraus. Wer es pflegeleichter mag, greift stattdessen zu vorgedüngter Grow Erde von BioBizz & Plagron.
Häufige Fragen zu Cocos Substrat
Ist Kokos besser als Erde?
Kokos ermöglicht schnelleres Wachstum und präzisere Düngung, erfordert aber mehr Aufmerksamkeit. Erde ist fehlertoleranter und für Einsteiger meist einfacher.
Welchen pH-Wert brauche ich bei Kokos?
Das Gießwasser sollte auf pH 5,8 bis 6,2 eingestellt sein. In diesem Bereich sind alle Nährstoffe gut verfügbar.
Muss ich von Anfang an düngen?
Ja. Kokos enthält kaum Nährstoffe, daher wird ab dem ersten Gießen mit einem speziellen Kokosdünger in niedriger Dosis gedüngt.
Was bedeutet „gepuffert“?
Gepuffertes Kokos wurde mit Calcium und Magnesium vorbehandelt. So bindet es diese Nährstoffe nicht mehr aus dem Dünger und Mangelerscheinungen werden vermieden.
Wie viel Liter ergibt ein Kokos-Brikett?
Ein 5-kg-Block quillt auf etwa 60 bis 70 Liter auf, ein 650-g-Brikett auf rund 8 bis 9 Liter.
Wie oft muss ich Kokos gießen?
Je nach Pflanzengröße und Topf alle ein bis zwei Tage, große Pflanzen in der Blüte auch täglich. Ziel sind 10–20 % Drainwasser pro Gießgang.
Kann ich Kokossubstrat wiederverwenden?
Ja. Wurzelreste entfernen, gründlich mit klarem Wasser spülen, erneut mit CalMag puffern – dann lässt sich Kokos meist für einen weiteren Durchgang nutzen.
Sollte ich Perlite untermischen?
Empfehlenswert sind 20–30 % Perlite. Das verbessert die Drainage und Belüftung zusätzlich und beugt Staunässe vor.
Starte jetzt mit Cocos Substrat in deinen nächsten Durchgang – für luftige Wurzeln und volle Kontrolle über die Nährstoffe.
Hinweis: Unsere Produkte richten sich ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. Bitte beachte beim Anbau die geltenden gesetzlichen Bestimmungen deines Wohnsitzlandes.